'Köderkunst für Feinschmecker'

 
 
   
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Endlich wieder Mai!

   

 
 
Ab ans Wasser im Wonnemonat Mai!

Der von wohl allen Petrijüngern seit langem herbeigesehnte Monat ist endlich da – der Wonnemonat Mai! Einer der schönsten Monaten des ganzen Angeljahres, der „Hecht-Monat“ schlechthin! Herden von Angler laufen stark bewaffnet mit allem was das Herz begehrt, nur um einen Entenschnabel zu erhaschen! An manchen Gewässern sieht das dann beinahe aus wie ein Wettangeln! Seen voll von Angelbooten und von allen Uferseiten hört man fliegende Köder.

Ich persönlich verbinde den Mai aber nicht mit dem Hecht, sondern mit der Forelle! Mit vollem Bewusstsein nutze ich die Ruhe an Forellengewässern, in der Zeit, in der alle anderen versuchen, den Esox zu überlisten.

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Im Mai ist die Forelle fast den ganzen Tag aktiv. Das reichliche Nahrungsangebot, nach dem langen entbehrungsreichen Winter, ermöglicht es der Forelle, ohne zu zögern, alles in sich hineinzuschlingen, was da so „rumschwimmt“. Gerade diese Zeit wird auch von den Forellen genutzt, sich neue geeignete Territorien zu suchen! Das bietet uns Anglern fast nahezu Möglichkeiten! Es ist nun wohl die optimalste Zeit, sehr kapitale Fänge zu landen, und das auch in größeren Mengen. Die Bissfrequenz ist wirklich beeindruckend!

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Aber: es gibt einige Regeln, die beachtet werden müssen! Man kann diese wohl in 3 Punkte unterteilen:

1. Verhalten am Gewässer (Strategie)
2. der richtige Zeitpunkt
3. die richtige Köderwahl

Zu Punkt 1 – Verhalten am Gewässer:
Am Forellengewässer müssen wir für die Fische nahezu unsichtbar werden. Die Forelle ist ein extrem scheuer Fisch und reagiert sofort auf ungewöhnliche Bewegungen am Ufer bzw. im Wasser – sie flüchten sofort. Die Forelle ist einer der vorsichtigsten Fische, die ich persönlich kenne. Wenn man sich leise und schleichend zu den Fangplätzen heranpirscht wird man jedoch beste Chancen haben, einen kapitalen Fisch zu überlisten! Außerdem ist es sehr wichtig, unauffällige Bekleidung zu tragen (also am besten keine grellen Farben). Hier ist Tarnkleidung wirklich von Vorteil.

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Zu Punkt 2 – der richtige Zeitpunkt:
Wie fast immer: „Morgenstund’ hat Gold im Mund“. Tatsächlich sind die Morgenstunden die erfolgversprechendsten Stunden des Tages, aber auch abends lassen sich Forellen gut überlisten. An größeren Flüssen (wie z. B. der Altrhein) ist auch die Mittagszeit richtig gut. Hier muss man aber meist mit zwar heftigen, aber recht kurzen Beißzeiten rechnen.

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Zu Punkt 3 – die richtige Köderwahl:
Ich wage zu behaupten, dass Wobbler der Köder Nr. 1 für Forellen ist! Natürlich fängt man auch mit Blinker oder Naturköder, aber ich kenne keinen anderen Köder, welcher sowohl visuell wie auch akustisch so genial eine potentielle Beute imitiert, z. B. der „H 1“ - er imitiert Käfer sowie andere Insekten, vor allem im Mai wenn sich die Mai- oder Juni-Käfer vermehren und ausschwärmen, in dieser Zeit ist das Non-plus-Ultra das Design „KG“. Ähnlich funktioniert dann auch das Modell „M 1“ im gleichen Design. Bei erhöhtem Wasserstand und getrübtem Wasser, z. B. nach einem Frühlingsgewitter, ermöglicht euch der „H 1“ in Design „TGR“ oder „TGG“ gute Fänge. Die Forelle, vor allem die größeren Exemplare, ist ein sehr territorialer Fisch, sie wird ihr Revier vor Konkurrenten immer stark verteidigen. Das ermöglicht uns Anglern, sie zu überlisten. In jedem Gewässer, egal ob der kleine Schwarzwaldbach, der Altrhein oder ein irischer Forellenfluss, die forellenähnlichen Designs wie „FR“ oder „RFR“ werden euch zum Fisch führen!

In flacheren Gewässerabschnitten empfehle ich den „K 4-Twitchbait“. Man fischt mit ihm ähnlich wie beim Angeln auf Barsch in stehendem Gewässer. Man twitcht mit der Rute mit mittelstarken Schlägen, was ein seitliches Abspringen des Köders auslöst. Dies lässt den Köder wie ein flüchtendes Panikfischchen erscheinen. Der „K 4-Twitchbait“ läuft anders als ähnliche Modelle, die auf dem Markt sind – er zieht schöne lange Bahnen, was sogar in starker Strömung ein seitliches Abspringen ermöglicht. Die Bisse auf den „K 4-Twitchbait“ sind meist sehr stark und spektakulär. Viele Male bekam ich Dank ihm schon weiche Knie, wenn die Forelle direkt neben mir den Köder gepackt hat!

Zum Abfischen von tieferen Flussabschnitten ist der „K 4-Crankbait“ perfekt. Mit diesem Köder befischt man Abschnitte bis 2 m Tiefe. Er ist ein unglaublich effektiver Köder zum Fischen mit der Flussströmung nach unten. Dank seiner aggressiven Aktion mit kleiner Amplitude lockt er wirklich die großen „Klamotten“ an.

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Gregor hier mit einer wunderschönen 55-er Bachforelle!
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Sandra hier mit einer wunderschönen 52-er Bachforelle!
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Und hier noch ein Tipp:
Habt keine Angst vor dem Regen! Die Forelle reagiert mit beinahe amokähnlichen Fressorgien bei regnerischem Wetter, was natürlich damit zusammenhängt, dass vom Ufer Regenwürmer, Schnecken uns sonstiges Kriechgetier herunter gespült wird. Sogar bei erhöhtem Wasserstand bei getrübtem Wasser kann man mit kapitalen Fängen rechnen – ich würde fast sagen, je trüber desto besser!

Also liebe Angelfreunde, auf ans Wasser!

„Petri Heil“ wünscht dabei Euer Gregor.

Text: Gregor Babiarz - Mai 2010 - Text und Bilder copyright by Hybrida-Wobbler!

    
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